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Konzepte zur Qualitätsbeschreibung in aktiven GNSS-Referenzstationsnetzen

Konzepte zur Qualitätsbeschreibung in aktiven GNSS-Referenzstationsnetzen

Leitung:  Prof. Dr.-Ing. Steffen Schön
E-Mail:  schoen@ife.uni-hannover.de
Team:  Dipl.-Ing. Nico Lindenthal
Jahr:  2009
Förderung:  Landesamt für Geoinformationen und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN)
Ist abgeschlossen:  ja

Mit aktiven GNSS-Referenzstationsnetzen lassen sich heutzutage eine Vielzahl von geodätischen Fragestellungen beantworten. Eine Hauptaufgabe besteht in der Ableitung und Bereitstellung von Korrekturdaten für die präzise Positionierung in Echtzeit und im Postprozessing. Dies erfordert eine geeignete Modellierung der wirkenden Einflussgrößen auf GNSS-Beobachtungen. Es existieren derzeit verschiedene Konzepte zur Beschreibung dieser Korrekturen, die in der Praxis gut etabliert sind. Umfassende Konzepte zur Qualitätsbeschreibung dieser Korrekturinformationen liegen jedoch bislang nicht vor, sodass die Zuverlässigkeit und Genauigkeit der Korrekturen nicht evaluiert werden kann.
Neben der Ableitung von Genauigkeitsmaßen wird in einer ersten Fragestellung untersucht, welche mathematischen Korrelationen sich zwischen den zu modellierenden Parametern ergeben können und inwieweit sie klar voneinander trennbar sind. Hierzu werden zunächst die Beobachtungen in klassischen diskreten Filteransätzen modelliert. Verschiedene Parameter werden dabei mittels geeigneter stochastischer Prozesse wie z. B. einem Gauß-Markov-Prozess beschrieben. Die notwendige Abstimmung von System- zu Beobachtungsrauschen sowie die Ableitung der Kenngrößen stochastischer Prozesse ist dabei ein entscheidender Schritt für die weiteren Untersuchungen.