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Modeling and correction of GNSS multipath effect through Software receiver and Ray tracing

Modeling and correction of GNSS multipath effect through Software receiver and Ray tracing

Leitung:  Prof. Dr.-Ing. Steffen Schön
E-Mail:  schoen@ife.uni-hannover.de
Team:  M.Sc. Marios Smyrnaios
Jahr:  2011
Förderung:  BMWI und Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR)
Ist abgeschlossen:  ja

Heutzutage können die meisten GNSS-Fehlerquellen durch Differentialtechniken modelliert oder deutlich reduziert werden. Standortabhängige Fehler, die durch solche Ansätze nicht gemildert werden können, leisten einen großen Beitrag zum gesamten Fehlerbudget. Ein solcher Fehler ist der Mehrwegeffekt (Multipath), bei dem die Überlagerung von direkten und indirekten Signalen Fehler in den beobachteten Träger- und Codephasenbeobachtungen verursacht. Obwohl viele Ansätze zur Mehrwege-Minderung vorgeschlagen wurden, führten alle zu suboptimalen Lösungen. Im Rahmen des BERTA-Projekts sollen Mehrwegeffekte durch den Einsatz von GNSS-Software-Empfänger- und Raytracing-Simulationen untersucht werden. In Jacob M. et al. (2009) wurde gezeigt, dass Raytracing ein sehr nützliches Werkzeug für diese Art von Signaluntersuchungen sein kann. Empfängerinterne Techniken über spezielle Mehrwege-Minderungs-Signalverarbeitungsalgorithmen werden entwickelt und getestet, im Vergleich zur Raytracing. Moderne geodätische Empfänger und verschiedene Antennen werden ebenfalls analysiert. Die Abweichungen zwischen beobachteten und simulierten Ergebnissen werden uns einen Beitrag zum tieferen Verständnis dieser Signalvariationen liefern, um in einem Korrekturmodell abzuschließen, wobei die Phasen-Mehrwege-Korrektur das primäre Ziel ist.

Das BERTA-Projekt startete am 1. Oktober 2010 mit einer Laufzeit von drei Jahren und wurde vom DLR gefördert.