Weltraumsensorik

Satellitenmissionen zur Erdbeobachtung benötigen eine detaillierte Charakterisierung und Bestimmung aller Sensoreigenschaften. Nur auf Grundlage einer durchgreifenden Seonsorcharakterisierung und Berücksichtigung spezieller Sensoreigenschaften in der Datenauswertung ist der Zugang zum vollständigen Potential der Messgrößen präzise erreichbar.

Forschung an geodätischer Weltraumsensorik – am IfE gehört dazu

  • GNSS Tracking mit satellitengestützten Empfängern,
  • Satellite-to-Satellite Tracking mit Mikrowellen oder Laserinterferometrie,
  • Satellitengestützte Beschleunigungsmesser,
  • Satellitengestützte Sternkameras und Drehratensensoren,
  • Quanten-Beschleunigungsmesser und ultrapräzisen Atomuhren, sowie
  • Multi-Sensor-Systeme und Multi-Satelliten-Konfigurationen

auf Satellitenmissionen wie GRACE, GOCE, Swarm, GRACE Follow-On der NASA und der ESA.

Die Datenprodukte dieser Missionen bilden ein Rückgrat für die Geodäsie und die Erdbeobachtung. Das genaue Verständnis der Datenqualität, ihre Kalibration sowie die Anbringung notwendiger Reduktionen ist von großer Bedeutung für zahlreiche Nutzer. Dazu sind die detaillierte Charakterisierung der Sensorzeitreihen und der Rauschquellen, das Verständnis der Wechselwirkungen zwischen der Sensorik und den Umweltbedingungen im Orbit sowie die Verbesserung der rechnerischen Sensormodellierung und der Auswertealgorithmen erforderlich. Der Schwerpunkt Weltraumsensorik ist eng mit dem Schwerpunkt Satellitengravimetrie verknüpft.

Zeitreihen kalibrierter Sensordaten der SWARM-Mission

Die Datensätze bestehen aus

  • Kalibrierten, korrigierten Akzelerometerdaten (ACCCCAL_2)
  • Metadaten zu den korrigierten Störungen (ACCCDISi2_)
  • Validierungsreports (ACCCVAL_2)

Das IfE berechnet im Rahmen des Swarm Data, Science and Innovation Cluster (DISC) der ESA korrigierte Messzeitreihen für die Swarm Akzelerometer.


Weitere Informationen hierzu sind unter unseren Dienstleistungen zu finden.