Forschung
Professur für Geodätische Weltraumsensorik und Schwerefeld

Geodätische Weltraumsensorik und Schwerefeld


© IfE / I. Koch

Präzise Sensorik auf geodätischen Satelliten spielt eine fundamentale Rolle für die Geodäsie. Das detaillierte physikalische Verständnis der hochauflösenden Sensorzeitreihen bildet nicht nur das Rückgrat für mm-genaue globale Bezugssysteme, sondern ist auch maßgeblich für die Qualität, mit der wir aus dem Weltraum Prozesse im System Erde wie den klimabedingten Massenverlust der polaren Eisschilde erfassen. Ganz neue Möglichkeiten für satelliten- und bodengestützte Messverfahren eröffnen sich durch Quantensensoren und die Nutzung ultrapräziser Zeit- und Frequenzmessungen in der relativistischen Geodäsie.

THEMEN

Spezialgebiete der Arbeitsgruppe sind die Abstandsmessung zu und zwischen niedrigfliegenden Satelliten, die hochpräzise weltraumgestützte Akzelerometrie, die Bestimmung der Satellitenorientierung sowie die Wechselwirkungen zwischen Umweltbedingungen und Sensorik. Die Gruppe berechnet globale mittlere und zeitvariable Modelle des Erdschwerefeldes aus Satellitendaten und entwickelt Konzepte zur Nutzung der relativistischen Geodäsie in der Schwerefeldbestimmung.

KOMPETENZBEREICHE

  • Sensordatenzeitreihen und Sensormodellierung
  • Sensorsysteme und Sensorfusion
  • Sensor- und Missionskonfigurationen
  • Umwelteffekte im Orbit, Interaktion Sensorik – Umweltbedingungen
  • Signalverarbeitung
  • In-Orbit Kalibrierung/Validierung
  • Bahnmodellierung, Störkräfte, Korrekturmodelle
  • Satellite Laser Ranging
  • Schätzung von Schwerefeld- und Bahnparametern
  • Geophysikalische und geodynamische Anwendungen

VERANSTALTUNGEN UND ARBEITSGRUPPEN

IAG JWG 2.1 Relativistic Geodesy: First steps towards a new geodetic technique
WE-Heraeus Autumn School 2015
Prof. Dr.-Ing. Jakob Flury
Adresse
Schneiderberg 50
30167 Hannover
Gebäude
Raum
418
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30167 Hannover
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