ForschungProfessur für Geodätische Weltraumsensorik und Schwerefeld
Forschungsprojekte
Relativistische Geodäsie in Netzen optischer Atomuhren

Forschungsprojekte aus dem Bereich Geodätische Weltraumsensorik und Schwerefeld

Relativistische Geodäsie in Netzen optischer Atomuhren

Leitung:  Prof. Dr.-Ing. Jakob Flury
E-Mail:  flury@ife.uni-hannover.de
Jahr:  2018
Laufzeit:  seit 2018

Optische Atomuhren in den führenden Laboren für Zeit- und Frequenzmetrologie erreichen heute fundamental neue Genauigkeitsniveaus, mit publizierten relativen Frequenzungenauigkeiten im Bereich von 10-18. Gleichzeitig wurde gezeigt, dass Frequenzen mittels phasenstabilisierter optischer Faserlinks über kontinentale Entfernungen ohne signifikanten Genauigkeitsverlust transportiert werden können. Derzeit wird die Infrastruktur für Langstrecken-Frequenzvergleiche in mehreren europäischen Ländern erweitert. Dies schafft die Grundlagen, um vernetzte optische Atomuhren für das chronometrische Nivellement zu verwenden, d.h., um Höhen- und Schwerepotentialunterschiede über große Distanzen relativistisch aus der gravitativen Frequenzverschiebung zu bestimmen. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, wie relativistisch bestimmte Potentialunterschiede mit klassischer Schwerefeldinformation kombiniert werden können.