ForschungProfessur für Positionierung und Navigation
Forschungsprojekte
Verbesserte Positionierung und Navigation durch konsistente Multi-GNSS Antennenkorrekturen

Forschungsprojekte aus dem Bereich Positionierung und Navigation

Verbesserte Positionierung und Navigation durch konsistente Multi-GNSS Antennenkorrekturen

Leitung:  Prof. Dr.-Ing. Steffen Schön
E-Mail:  schoen@ife.uni-hannover.de
Team:  Dipl.-Ing. Tobias Kersten
Jahr:  2012
Förderung:  BMWI und Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) - 50NA1216
Laufzeit:  2012 - 2014
Ist abgeschlossen:  ja

Übersicht

Die Kalibrierung von GNSS-Antennen ist ungebrochen ein hochaktuelles Forschungsfeld. Dies zeigt sich beispielsweise durch eine Vielzahl an Publikationen in den letzten Jahren sowie durch die Fertigstellung zweier neuer Kalibriereinrichtungen (National Geodetic Survey, NGS, Boulder USA und Bezirksregierung Köln/Universität Bonn).
Die Arbeiten werden anhand exemplarischer und relevanter Anwendungen durchgeführt, zum Beispiel bei präzisen Landeanflügen und hochgenauen Positionierung in aktiven Referenzstationsnetzen wie SAPOS oder in IGS Netzen.

Ziele des Vorhabens

In diesem Kontext wird die Antennenkalibrierung nach dem Hannoverschen Verfahren für Multi-GNSS eingebettet in eine konsistente Betrachtung aller Fehlereinflüsse im Empfangsequipment erweitert und verbessert. Im Vorhaben 50NA0903 (Von der Komponentenkalibrierung zur Systemanalyse) wurde bereits (i) die Methodik der Kalibrierung der Antennenphasenzentrumsvariationen auf weitere Frequenzen und GNSS-Systeme (hier GLONASS) erfolgreich erweitert, (ii) die Bestimmung von elevationsabhängigen Group-Delays für Code-Beobachtungen erstmals umgesetzt und (iii) Signalstärke-Referenzkurven bestimmt.

Aufbauend auf diesen Ergebnissen ist das Gesamtziel dieses Vorhabens, die Auswirkungen der Phasenzentrumsvariationen auf die hochgenaue Positionierung und Navigation zu untersuchen und damit die Thematik sinnvoll zu ergänzen. Dies beinhaltet insbesondere Empfehlungen wie bei Multi-GNSS Anwendungen mit den Kalibrierwerten umgegangen werden sollte und die Entwicklung von Faustformeln für den Nutzer für die Abschätzung der komplexe Zusammenhänge zwischen Korrekturwerten und bestimmten Parametern.

Die Arbeiten sollen anhand exemplarischer und relevanter Anwendungen durchgeführt werden wie dem präzisen Landeanflug und die hochgenaue Positionierung in aktiven Referenzstationsnetzen wie SAPOS oder in IGS Netzen.