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Zukunftslabor Wasser: Für ein nachhaltiges Wassermanagement

Zukunftslabor Wasser: Für ein nachhaltiges Wassermanagement

© tama66/Pixabay

Am Aufbau des neuen Netzwerks "Zukunftslabor Wasser" sind Forschende der Fakultät für Bauingenieurwesen und Geodäsie maßgeblich beteiligt. Gemeinsam mit Forschenden verschiedener niedersächsischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen untersuchen sie den Einsatz intelligenter Systeme und neuer digitaler Methoden im Wassermanagement.

Wasser ist eine wertvolle Ressource: Um bei zunehmenden Dürren die Verteilung von Wasser zu garantieren und Extremsituationen wie Überflutungen effizient zu begegnen, sind koordinierte Maßnahmen von Politik und Wirtschaft erforderlich.

Methoden der Künstlichen Intelligenz und der Data Science bieten hier die Möglichkeit, Daten automatisiert auszuwerten und miteinander zu verknüpfen. So können unbekannte Zusammenhänge sichtbar und mögliche Gefahrenquellen erkannt werden. Über ein digitales Abbild der Realität ist die Simulation von Prozessen möglich: Auswirkungen von Risiken können abgeschätzt und damit mögliche Gegenmaßnahmen rechtzeitig in die Wege geleitet werden. Intelligente Visualisierungen  relevanter Daten unterstützen und informieren Entscheider*innen und Bürger*innen.

Deshalb fördern das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die VolkswagenStiftung das neue Zukunftslabor Wasser am Zentrum für digitale Innovationen Niedersachsen (ZDIN). Mit dem Fördervolumen von insgesamt 3,7 Millionen Euro soll innerhalb von fünf Jahren die Digitalisierung des Wassermanagements auf exzellentem wissenschaftlichen Niveau weiter erforscht und in die Anwendung überführt werden.

Folgende Fragen stehen dabei im Fokus der Forschenden an der Leibniz Universität Hannover:

  • Wie lässt sich eine Schwammstadt realisieren, und welche Rolle spielen digitale Niederschlagssammlungen dabei?
  • Wie präzise sind KI-basierte Vorhersagen von Extremereignissen und Naturgefahren?
  • Wie können Bürgerinnen und Bürger als Sensoren zu einer Verbesserung der Datenlage beitragen, und wie zuverlässig sind diese Daten?
  • Wie hilft die Digitalisierung bei der Entwässerung von Küstenniederungen und dem Küstenschutz?
  • Können ökologische Risiken von Schadstoffeinleitungen von urbanen Gebieten prognostiziert und quantifiziert werden?

Dafür kooperieren Forscherinnen und Forscher aus dem Bereichen Hydrologie, Siedlungswasserwirtschaft, Küsteningenieurwesen, Umweltwissenschaften, Umweltplanung, Umweltphysik und Geoinformatik fachübergreifend im Bereich Digitalisierung. Neue Sensorik, die Erstellung eines Digitalen Zwillings, aber auch innovative Methoden der Auswertung, Planung und Prognose eröffnen neue Lösungsmöglichkeiten.

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