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Astronomische Station

Astronomische Station

Die Astronomische Station der damaligen Technischen Hochschule Hannover wurde um 1928 als Übungssternwarte für Vermessungs­ingenieure durch Prof. Gast beim Neubau des Geodätischen Instituts eingerichtet. Zur Ausstattung gehörte neben mehreren Durchgangs­instrumenten und Pendeluhren auch ein Refraktor, der noch heute in Gebrauch ist.     

  • Refraktor in der astronomischen Station (F. Hofmann)
  • Mond, Mare Nectaris - Nektarmeer (F. Hofmann)
  • abnehmender Mond am 08.07.2012 (F. Hofmann)
  • Große Sonnenfleckengruppe (F. Hofmann)
  • Phasen der partiellen Sonnenfinsternis (F. Hofmann)
  • Öffnung für Publikum zur partiellen Sonnenfinsternis am 20. März 2015 (M. Schilling)
  • Prototyp einer Zenitkamera
  • Digitale Zenitkamera TZK2-D bei Messungen in den Alpen (C. Voigt)

Mit der Gründung des Instituts für Theoretische Geodäsie im Jahre 1963 wurde die Astronomische Station diesem Institut zugeordnet und erhielt personelle Unter­stützung durch technische und wissen­schaftliche Mitarbeiter. Das Instrumen­tarium wurde durch Universaltheodolite (z.B. Wild T4, DKM 3A), Astrolabien, Geräte zur präzisen Zeiterfassung, Kameras und Teleskope für Astrometrie und Satellitenaufnahmen er­weitert.

In diese Zeit fallen auch erste Versuche zum Bau von Zenitkameras für den Feldgebrauch. Angeregt durch eine Veröffent­lichung in einer amerikanischen Vermessungs­zeitschrift baute Prof. Pilowski zwei Prototypen von Zenit­ka­me­ras in offener Bauweise, die im Rahmen von Diplom­arbeiten intensiv untersucht wurden und ihre Leistungsfähigkeit als vollgültige Instrumente zur Lotrichtungsbestimmung unter Beweis stellten. Ende der 60er Jahre wurde darüber mehrfach in der Ver­öf­fent­li­chungs­reihe der Astronomischen Station berichtet.  Mit Hilfe von modernen CCD-Sensoren wurde ab Juni 2000 die digitale Version der Zenitkamera (TZK2-D) entwickelt. Damit konnten die Lotabweichungskomponenten in Messkampagnen bis 2010 mit einer Genauigkeit von 0.1 Bogensekunden bestimmt werden.

Auf dem Gebiet der Astrometrie wurde das Schwergewicht auf die Beobachtung von Kometen und Planetoiden, auf Sternbedeckungen im Rahmen internationaler Kooperationen, auf die präzise Bestimmung von Sternkoordinaten durch astrometrische Plattenreduktion sowie auf die Bestimmung von Sonnenfleckenkoordinaten gelegt. Der große Refraktor, mit einem Objektivdurchmesser von 20 cm und einer Brennweite von 3,25 m, wird in heutiger Zeit für öffentliche Führungen im Rahmen der "Nacht die Wissen schafft" oder bei Ereignissen, wie der partiellen Sonnenfinsternis im Jahr 2015, weitergenutzt.

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