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REaldaten AnaLyse GOCE (REAL GOCE)

Teilprojekt Qualitätsbeurteilung gemessener GOCE-Gradienten

Das Teilprojekt baut auf den Arbeiten von Dr.-Ing. Insa Wolf und Dr.-Ing. Focke Jarecki auf, die im Rahmen von GOCE-GRAND I und II zwei getrennte Ansätze zur Qualitätsanalyse von Gravitationsgradienten als zentrale Beobachtungsgrößen von GOCE entwickelt haben. Zum einen ist ein operationelles Tool zur Quasi-Echtzeit-Validierung von Gravitationsgradienten in Satellitenspurkreuzungspunkten entstanden. Zum anderen wurde an der Berechnung von Referenzgradienten aus der Kombination globaler Potentialmodelle mit regionalen terrestrischen Daten und deren Verwendung in externen Kalibrierungsansätzen gearbeitet.

Im Rahmen von REAL-GOCE sollen beide Verfahren auf reale GOCE-Daten angewendet werden. Die dazu notwendige Anpassung der vorhandenen Rechenroutinen an Realdaten ist Gegenstand aktueller Arbeiten.

Durch die Aktivitäten des IfE im Calibration/Validation (Cal/Val) Team der ESA (European Space Agency)  besteht bereits Zugriff auf Realdaten von GOCE, der sich seit dem 30. September 2009 in der operationellen Phase  befindet.

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Teilprojekt GOCE Cal/Val, Quasigeoid und Höhensystem in Deutschland

Das am Institut entwickelte Transportable Zenitkamerasystem TZK2-D.
Das am Institut entwickelte Transportable Zenitkamerasystem TZK2-D.

Die Arbeiten in diesem Teilprojekt werden von Dipl.-Ing. Christian Voigt in Kooperation mit dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) durchgeführt und bauen auf den innerhalb des Verbundvorhabens GOCEGRAND II im Zeitraum 2006 bis 2008 durchgeführten Arbeiten auf. Hierbei wird Deutschland als Testgebiet für die GOCE-Mission genutzt, da hierfür  umfangreiche und hochwertige terrestrische Schwerefelddatensätze vorliegen, die den hohen Genauigkeitsanforderungen von GOCE genügen. Diese terrestrischen Datensätze umfassen Schwerebeobachtungen und GPS/Nivellementsdaten sowie astrogeodätische Lotabweichungen, die innerhalb des Verbundvorhabens GOCE-GRAND II mit dem IfE-Zenitkamerasystem TZK2-D entlang zweier regionaler Profile bestimmt wurden. Diese wurden bereits zur gegenseitigen Validierung mit  GPS/Nivellementsdaten und aktuellen gravimetrischen Quasigeoidmodellen  sowie nach entsprechender Filterung zur Validierung von Lotabweichungen aus globalen  Schwerefeldmodellen genutzt.

Die Hauptziele dieses Teilprojektes sind die Nutzung der regionalen terrestrischen Schwerefelddatensätze in Deutschland als Testfeld zur Kalibrierung und Validierung der  GOCE-Produkte, die Kombination der terrestrischen Datensätze mit den globalen Modellen aus der GOCE-Mission zur Berechnung eines regionalen Quasigeoidmodells mit einer Genauigkeit von etwa 1 cm für das gesamte Geoidspektrum sowie die Untersuchung von Höhenreferenzsystemen Spektraldichte des vertikalen Gravitationsgradienten in GOCE-Höhe  im Bereich der GOCE-Messbandbreite einschließlich der Verbindung regionaler, europäischer und globaler Höhensysteme unter Benutzung von Quasigeoidmodellen.

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