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Zenitkamerasystem TZK2-D

Am Institut für Erdmessung wurde auf  Grundlage der in früheren Jahren sehr erfolgreich eingesetzten konventionellen transportablen Zenitkamera TZK2 mit Hilfe moderner CCD Technologie das hochgenaue, transportable und weitgehend automatisierte Echtzeit-Zenitkamerasystem TZK2-D (Transportable Zenitkamera 2 - Digitalsystem) entwickelt. Auf der Grundlage der Fotografie von zenitnahen Sternen mit einem CCD-Sensor stellt das System die Lotrichtungsparameter (astronomische Breite und Länge) mit einer Genauigkeit von etwa 0,1 Bogensekunde bereit. Mit dem System werden in Verbindung mit einem GPS Empfänger astrogeodätische Lotabweichungen bestimmt, die zur hochauflösenden Schwerefeldbestimmung im  lokalen und regionalen Bereich eingesetzt werden.

Aufbau des Zenitkamerasystems TZK2-D

Weiterführende Informationen und detaillierte Beschreibungen zur Zenitkamera finden Sie auf den folgenden Seiten:

Astrogeodätische Lotabweichungsstationen entlang zweier regionaler Profile in Deutschland

Lotabweichungsbestimmungen in Deutschland

Das Zenitkamerasystem TZK2-D wurde seit dem Jahre 2004 zur hochauflösenden Bestimmung und Validierung von physikalischen Höhenbezugsflächen eingesetzt. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die von Dr.-Ing. Christian Hirt durchgeführten hochgenauen Quasigeoidbestimmungen im Estergebirge und im Harz entlang lokaler Profile von etwa 20 bzw. 60 km zu nennen.

Seit dem Jahre 2006 wird das Zenitkamerasystem im Rahmen des Geotechnologien-Verbundprojektes REAL GOCE zur hochauflösenden Schwerefeldbestimmung entlang zweier regionaler Profile mit jeweils 500 km Länge (siehe Abbildung) eingesetzt. Mit Hilfe dieses Datensatzes erfolgt einerseits die Kreuzvalidierung mit GPS/Nivellementsdaten und gravimetrischen Quasigeoidmodellen sowie andererseits die regionale Validierung globaler Schwerefeldmodelle, insbesondere der Satellitenmission GOCE.

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