Terrestrische Gravimetrie

Die Gravimetrie ist die Lehre von der Schweremessung, also von der Messung der Schwerebeschleunigung (Schwerkraft) auf der Erdoberfläche, die durch die Erdmassen, die Erdrotation und die Massen benachbarter Planeten erzeugt wird. Mittels der Schweremessmethoden auf oder nahe der Erdoberfläche wird das Schwerefeld der Erde vermessen.  

Der Begriff „Gravimetrie“ setzt sich aus zwei Worten zusammen: aus dem Lateinischen gravitas = Schwere und aus dem Griechischen τ μέτρον = das Maß und bedeutet „Schweremessung“.  

© IFE / M. Schilling  
FG5X-220 (Hintergrund) bei Gravimetervergleich am nationalen metrologischem Institut Mexikos (CENAM) mit dem FG5X-251 (Vordergrund).

Die Gravimetrie ist für die Geodäsie, die Geophysik und Geodynamik sowie die Raumfahrt von Bedeutung. 

  • Geodäsie: Höhenbestimmung, Geoidbestimmung
  • Geophysik und Geodynamik: Erforschung des Erdinnern und seiner Bewegungen, Massenverlagerungen im Erdkörper und Deformationen der Erdoberfläche, Dichtemodelle des Erdkörpers, Informationen für Lagerstättenforschung
  • Raumfahrt: Bahnbestimmung von Raketen und Satelliten

Schwerefeldbestimmungen aus Satellitenbeobachtungen werden der Satellitengeodäsie zugeordnet.